"The spirit of the hawk"

Der Falke (Falco)

Falken weckten schon immer das Interesse der Menschen. Dies spiegelt sich in vielen Kulturen wieder. So hatte zum Beispiel in der ägyptischen Mythologie der Sonnengott Horus den Kopf eines Falken. Die Eltern des ägyptischen Sonnengottes waren Isis und Osiris. Nachdem sein Onkel Seth seinen Vater Osiris tötete entflammte zwischen Horus und Seth ein gewaltiger Kampf. In diesem Kampf verlor der Gott mit dem Kopf eines Falken das rechte Auge. Aber dennoch gelang es ihm Seth zu besiegen. Durch diesen Sieg verehrten ihn die Ägypter als höchsten Gott über einen Zeitraum von rund 3000 Jahren. Die Pharaonen wurden als Reinkarnation dieser Gottheit betrachtet und konnten somit ihre Macht gegenüber dem Volk legitimieren. Doch nicht nur die Ägypter glaubten an den Falkengott, auch die Griechen übernahmen Horus in ihre Mythologie und stellten ihn auf dieselbe Ebene mit Appollon, dem griechischen Gott des Lichts. Man geht sogar davon aus, dass die altägyptischen Darstellungen des jungen Horus mit seiner Mutter Isis prägend für die Darstellungen der Maria mit dem Jesuskind sind. Im Mittelalter war die Jagt mit einem Falken sehr beliebt, da sich Falken hervorragend zur Jagt abrichten ließen. Davon zeugt auch das bekannte Minnelied "ich zoch mir einen falken". Allerdings wurde besonders durch die Beizjagd der Bestand frei lebender Falken bedroht.

Besonders in arabischen Regionen sind Falken auch heute noch ausgefallene Statussymbole. Weltweit sind bis jetzt 38 Falkenarten bekannt. Wobei ein paar der Arten vom Aussterben bedroht sind. Man vermutet, dass es von dem Mauritius-Turmfalke nur noch unter 30 in Freiheit lebende Exemplare gibt. Aber auch der Wanderfalke war bis vor kurzem durch illegalen Abschuss und Pestizide vom Aussterben bedroht. Inzwischen gibt es in Europa wieder circa 1400 Wanderfalken. Im Tierreich bricht der Wanderfalke die Geschwindigkeitsrekorde von allen anderen Tieren. Er kann im Sturzflug eine Geschwindigkeit von 350km/ h erreichen. Der einst in der Steiermark lebende Rötelfalke wird inzwischen nicht mehr als europäischer Brutvogel betrachtet

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